Sehsüchte – ein nachhaltiges Filmfestival!

„Kurz ist vieles. Hunger, Liebe, Horizonte? An meiner Tür ist Schluss – danach kommt etwas Anderes. Der Konsum kennt nur Rosa und Grautöne. Stetes Pendeln zwischen Rendite und Grillfleisch. Wir möchten es schnell, billig und saftig. Die Zeit hat uns in einem Maße gesät-tigt, dass wir unseren Blick von den Kalorien auf die Ästhetik der Ware richten können – müssen! Schönheit hat viele Facetten. Wo kommen meine Kleidung, mein Essen und mein iPhone her, welche Quellen, welche Mühlen treiben Land und Leben? Geht es noch schneller, billiger und saftiger? Oder gibt es etwa Grenzen hinter meiner Tür?“

Mit diesem Slogan rufen die Veranstalter des großen internationalen Festivals „sehsüchte“ junge Menschen bis zum 31.01.2012 auf Amateurfilme zum Thema Nachhaltigkeit einzurei-chen. Das Festival findet Ende April in Potsdam statt. Das Motto „Nachhaltigkeit“ kommt nicht von ungefähr, denn 2012 ist das Jahr, in dem die Klimakonferenz von Rio de Janeiro ihr Zwanzigjähriges Jubiläum feiert.

Aber was ist eigentlich die UN-Klimakonferenz?

Das bedeutet, dass sich die großen Länder dieser Welt sich versammeln und über die Veränderungen unseres Klimas beraten und was gegen einen Klimawandel getan werden kann. Diese Konferenzen finden jedes Jahr statt und gehen auf den großen „Erdgipfel“ von Rio zurück.

1992 schickten Länder aus allen Teilen der Welt ihre Gesandten nach Rio in Brasilien, wo nach zähen, schwierigen Verhandlungen das so genannte „Rahmenabkommen“ unterzeichnet wurde: Darin erkennen die Industrieländer ihre Schuld am Klimawandel und der Erderwärmung an und versprechen, die CO2-Emissionen einzudämmen und die Länder der Dritten Welt, wie Afrika oder Asien, die am meisten unter den Folgen leiden werden, zu unterstützen.
2012 treffen sich nun all diese Staaten wieder in Rio und beraten, ob die Ergebnisse ausreichen, was noch verbessert werden muss und wo Erfolge erzielt wurden.

Viele Kritiker sagen, die Klimakonferenzen gingen nicht weit genug, andere wiederum zeigen sich skeptisch, ob es überhaupt einen Klimawandel gibt. Was sagen die jungen Filmemacher dazu?

Man darf also gespannt sein auf die Filme und wie Nachhaltigkeit von jungen Menschen dargestellt wird. Auf jeden Fall: Eine super Idee und ein viel versprechendes Konzept. Wenn ihr mehr darüber wissen oder selbst mitmachen möchtet, dann geht einfach auf: Sehsüchte.